Trauernde Eltern und Geschwister


Direkt zum Seiteninhalt

Über uns

Selbsthilfegruppe Trauernde Eltern und Geschwister Linz

Gründung

Die Selbsthilfegruppe wurde im Herbst 1989 von Josefine Mülleder und Hanna Koch gegründet. Beide hatten ein Kind verloren und in ihrer Umgebung nicht die Hilfe gefunden, die sie gesucht haben.
Zu dieser Zeit war der Wert der Selbsthilfe kaum bekannt, und der Umgang mit Tod und Trauer war noch mehr tabuisiert als heute. In Linz gab es damals auch noch keine Hospizbewegung.
Inzwischen ist die Gruppe etabliert und anerkannt, und sie wurde und wird von vielen Betroffenen mit Dankbarkeit in Anspruch genommen.

Die Selbsthilfegruppe ist Mitglied im Dachverband der OÖ Selbsthilfegruppen im Gesundheitsbereich
4020 Linz, Garnisonstraße 1a/2.OG Tel. 0732/797666

Auszeichnungen

1994: Inernationales Jahr der Familie, Teilnahme am Ideenwettbewerb "Wege zur Gemeinsamkeit", Preis des Bundesministeriums für Umwelt, Jugend und Familie, Preisträgerehrung in Wien

1997: Verleihung des Solidaritätspreises der Kirchenzeitung der Diözese Linz und des Landes OÖ

Was die Selbsthilfegruppe bietet:

Monatliche Treffen in Linz im Haus der Frau, Volksgartenstraße 18
jeden ersten Dienstag im Monat, 16 – 18 Uhr

Vermittlung von Telefon- und E-Mail-Kontakten zu Gleichbetroffenen

Einzelgespräche nach Vereinbarung

Gruppe für hinterbliebene Eltern nach dem Suizid eines Kindes


Vierteljährliche Herausgabe des Blattes: GEDA/ENKEN


Fortbildungsveranstaltungen zu den Themen Trauer von Erwachsenen, Kindertrauer, Trauerbegleitung


Leitlinien/Gruppenregeln

  • Wir kommen zusammen, um uns in unserer Trauer nach dem Tod eines Kindes gegenseitig Verständnis zu schenken
  • Jeder/Jede soll die Möglichkeit haben, zu Wort zu kommen, wenn er/sie das möchte
  • Es spricht immer nur einer/eine – die anderen hören zu
  • Frisch Betroffene bekommen genug Zeit zum Sprechen, wenn sie dies möchten
  • Wir nehmen uns Zeit zum Sprechen, zum Weinen, zum Zuhören und versuchen zu verstehen, was jede/r von uns braucht
  • Wenn jemand weint, achten wir dieses Weinen und sind ruhig
  • Wir geben keine Ratschläge - keiner kann dem anderen sagen, „wie man richtig oder falsch trauert“ – jede/r muss seinen/ihren eigenen Trauerweg finden
  • Jede/r kann erzählen, was ihm/ihr hilft, mit der neuen Lebenssituation umgehen zu lernen
  • Die SHG dient auch dazu, einander zu helfen, eigene Entscheidungen zu finden
  • Jede/r Teilnehmer/in spricht von den eigenen Erfahrungen – wir benutzen daher die „Ich“- Form und vermeiden die „man“- Form
  • Wir beachten, dass zur Trauer auch Wut, Zorn und Aggressionen gehören. Wenn sich jemand von einem anderen Gruppenteilnehmer verletzt fühlt, ist es wichtig, dies anzusprechen und mitzuteilen
  • Jede/r nimmt eigenverantwortlich an den Treffen teil
  • Alles, was in der Gruppe gesagt wird, bleibt unter uns!


Teilnehmen kann jede Mutter, jeder Vater, jedes Paar nach dem Verlust eines Kindes durch Krankheit, Unfall, Suizid (Selbsttötung) oder Gewaltverbrechen, durch Fehlgeburt, Totgeburt oder plötzlichen Kindstod. Auch Geschwister können in die Gruppe kommen.

Wie tief Dein Kummer auch sein mag,
Du bist nicht alleine.
Andere haben Ähnliches erlebt
und werden die Last mit Dir tragen, wenn Du sie lässt.
Gib ihnen dazu Gelegenheit.
A.H.Jensen



Zurück zum Seiteninhalt | Zurück zum Hauptmenü